Die Linkspartei steht ständig unter Druck, sich der etablierten Politik anzupassen. Dem entgegen muss sie es als ihre vorrangige Aufgabe begreifen, den Unmut gegenüber Regierung und Eliten zu kanalisieren und sich als die wahre Alternative zu profilieren.
Argentiniens Präsident Javier Milei wird im Ausland gelobt für seine marktradikalen Reformen, die angeblich die heimische Wirtschaft ankurbeln. Doch Ökonomin Yanne Horas meint: Nichts davon wird zu langfristigem Wohlstand führen.
Versuche, rechte Narrative mit Fakten zu entkräften, laufen oft ins Leere. Der Literaturwissenschaftler Morten Paul erklärt, warum das so ist und was den Reiz dabei ausmacht, Fake News zu verbreiten oder eine Partei wie die AfD zu unterstützen.
Leben und sterben als
Palästinenser: Von Siedlern vertrieben, von Soldaten erschossen, von
Journalisten entmenschlicht, darf er nur ein Terrorist sein oder ein
perfektes Opfer, das keinen Widerstand leistet.
Deutschlands
Abstieg in eine Dienstleistungsgesellschaft wäre ein soziales
Desaster. Doch er lässt sich noch abwenden – und das ohne
neoliberalen Unterbietungswettbewerb.
Nicht
Work-Life-Balance ist weltfremd. Weltfremd ist die Idee, dass vierzig
Stunden arbeitende Frauen die Strukturkrise einer Industrienation
lösen werden.
Im Osnabrücker VW-Werk könnten bald Panzer vom Band rollen. Oder Elektro-Kleinbusse. Oder gar nichts mehr. Während Friedensaktivisten eine zivile Zukunft für den Betrieb fordern, sorgen sich die Beschäftigten vor allem um ihre Jobs.
Im Angesicht des Grauens im Gazastreifen sind Staatsräson-Verfechter etwas kleinlauter geworden. Aber Deutschlands außenpolitisches Establishment hat nicht das Zeug zu einem ernsthaften Kurswechsel, wie er nötig wäre.
Seit Beginn des Gaza-Krieges dominiert eine Sichtweise die deutsche Debatte: die israelische. Wer diese Einseitigkeit verstehen will, muss sich mit dem israelischen Propaganda-Apparat beschäftigen. Und der reicht weit über Youtube-Kampagnen hinaus.
Die westliche Sicht auf den Nahostkonflikt ist geprägt von Mythen. Der Historiker Rashid Khalidi klärt auf, warum Israel nie ein Underdog und ziviler Widerstand der Palästinenser stets unerwünscht war.
Mit dem sogenannten Waffenstillstand in Gaza und dem neuen Krieg Israels und der USA im Iran droht das Schicksal der Palästinenser abermals in Vergessenheit zu geraten. Das darf die internationale Solidaritätsbewegung nicht zulassen.
Unser Verständnis von Sucht basiert auf Experimenten, in denen Ratten in Käfigen mit nichts als Kokain alleine gelassen wurden. Die Philosophin Hanna Pickard stellt im Interview ein anderes Konzept vor, das unserer Lebensrealität (und auch der von Nagetieren) näherkommt.