Francesca Albanese ist aufgrund ihrer Arbeit als UN-Sonderberichterstatterin für die besetzten palästinensischen Gebiete Ziel einer ständigen Hetzkampagne. Im Interview spricht sie über Palästina-Protest in Deutschland und die Israelisierung der liberalen Demokratien.
Die Kriminalisierung von Palästina-Solidarität lässt sich nicht mit antipalästinensischem Rassismus erklären. Denn ihre Beweggründe und ihre Folgen reichen weit über Hass und Ausschluss hinaus.
Nach den ICE-Morden in den USA ist das Abgrenzungsbedürfnis in
Europa groß. Dabei ist die Migrationsabwehr der EU keineswegs
humaner – der Unterschied ist nur, dass die rechtlose Gewalt ins
Mittelmeer und nach Nordafrika ausgelagert wird.
Ahmed Abed kandidiert für Die Linke als Bürgermeister von Neukölln – und ist Ziel einer Hetzkampagne, weil er einen rechten israelischen Politiker als Völkermörder bezeichnet hat. Im Interview spricht er über die Angriffe und seine Pläne für den Bezirk.
Lea Reisner wurde als parlamentarische Beobachterin der Linken bei einer palästinasolidarischen Demo von einem Polizisten ins Gesicht geschlagen. Im Interview spricht sie über Polizeigewalt, Meinungsfreiheit und Internationalismus in ihrer Partei.
Der EU-Afrika-Gipfel hat gezeigt: Europa beansprucht noch immer ein Vorrecht auf Afrika. Doch die entstehende multipolare Ordnung verbessert die Verhandlungsposition der afrikanischen Länder – und sie denken nicht daran, von Partnern wie China abzulassen.
Der Historiker Avi Shlaim zögerte erst, von einem Völkermord in Gaza zu sprechen. Im Interview erklärt er, woran er den Genozid dann doch erkannte, und warum er wenig Hoffnung hat, dass die israelische Gesellschaft ihr Unrecht von selbst einsehen wird.
Der 15-jährige Nelson soll in Haft Suizid begangen haben. Mithäftlinge und Angehörige bezweifeln das, doch ein unabhängiges Gutachten wird es nicht geben. Der Fall zeigt: Wer in Polizeigewahrsam stirbt, kann sich nicht auf staatliche Aufklärung verlassen.
Die
Migrationspolitik bekämpft nicht Migration, sondern die Rechte
migrierter Menschen – zur Freude des Kapitals, das mit prekärer
Arbeitskraft versorgt wird. Dass vor allem diese Ausnutzung von
Einwanderern verhindert werden muss, wusste schon der
Sozialistenkongress von 1907.
In Debatten um Israel und Palästina ist die postkoloniale Theorie in Verruf geraten, sie sei antisemitisch. Der Soziologe Vivek Chibber erklärt im Interview, warum dieser Vorwurf fehlgeht – und was das wirkliche Problem mit dem Postkolonialismus ist.
Der
guyanische Historiker zeigte auf, welchen Anteil die Dritte Welt an der
Entstehung des Kapitalismus hatte – und welchen der Kapitalismus an der
Verelendung der Dritten Welt.