Mit 35,7 Prozent hat die KPÖ ihren Grazer Erdrutschsieg von 2021 noch überboten. Stadtrat Robert Krotzer erklärt, warum die Partei trotz Dauerbeschuss aus Medien und Wirtschaft wächst – und wo die Grenzen kommunaler Politik liegen.
Die Kommunisten wurden in Graz erneut zur stärksten Kraft – und haben damit bewiesen, dass sie Städte gut regieren können. Jetzt steht die KPÖ vor der nächsten Frage: Kann eine Partei, die gut verwaltet, auch das System herausfordern?
Deutschland scheitert bei der Wahl zum UN-Sicherheitsrat und erhält die Quittung für seine Doppelstandards. Doch die Genugtuung hat ihre Grenzen – denn Österreich, das den Sitz errang, verfolgt eine ähnliche Außenpolitik. Nur ohne Macht, sie durchzusetzen.
Mehrere Länder boykottieren den ESC in Wien wegen der Teilnahme Israels und fast die Hälfte der Menschen in Österreich hat Verständnis dafür. Doch öffentlich wird Kritik als Skurrilität abgetan – ein Armutszeugnis fürs politisch-mediale Establishment.
Die Frauenbewegung war lange eine Friedensbewegung. In den letzten Jahrzehnten ist dem westlichen Feminismus diese Komponente abhandengekommen. Es ist Zeit, sie wiederzubeleben.
Aufgrund anhaltender ökonomischer Schwierigkeiten muss das Wiener Tagebuch seinen Betrieb einstellen. Im Gespräch erklärt Chefredakteur Benjamin Opratko, was das über die Zukunft linker Publizistik in Österreich verrät: nichts Gutes.
Während die Lebenshaltungskosten in Österreich immer weiter steigen, versucht die konservative ÖVP verzweifelt, an frühere Anti-Migrations-Wahlerfolge anzuknüpfen. In Umfragen stürzt sie trotzdem ab – und hat kein Rezept dagegen.
Heute jährt sich der Geburtstag von Österreichs legendärem Kanzler Bruno Kreisky zum 115. Mal. Viele wünschen sich Sozialdemokraten seines Formats zurück. Doch seine Leistungen wären nicht möglich gewesen ohne die starke Arbeiterbewegung, die ihn formte.